Coordination group for the international dockworkers’ exchange of experiences
Koordinierungsgruppe des Internationalen Hafenarbeiter Erfahrungsaustauschs
Rotterdam/Hamburg, 23. März 2026
Erklärung des Int. Hafenarbeiter Erfahrungsaustausch/ IHAE
Seit dem 28. Februar führen die imperialistischen Länder USA und Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran. Dieser Krieg wird um Rohstoffe, machtpolitische Einflussnahme und geopolitische Beherrschung geführt. USA und Israel wollen mit diesem offenen Krieg ihren Einfluss, auch gegen China und Russland, in der Region des mittleren Ostens durchsetzen und erweitern.
Unter Bruch des Völkerrechts und mit faschistischer Kriegsführung wird die Auslösung eines Dritten Weltkrieges im höchsten Maße einkalkuliert. Ein Sturz des islamisch-faschistischen Mullah-Regimes im Iran hat allein das Ziel, eine US-hörige Regierung zu installieren – nicht die Freiheit des Volkes. Die Beseitigung des faschistischen Regimes im Iran muss Aufgabe des iranischen Volkes sein.
Ukraine, GAZA, Sudan, Iran … all das sind räuberische Kriege auf dem Rücken der Arbeiter, Frauen und Kinder. Das dürfen Hafenarbeiter und Seeleute nicht zulassen! WIR SAGEN NEIN zu Krieg, Völkermord und imperialistischer Aggression seitens der USA, Israel, der NATO und der EU.
Das Meer von Hormus ist ein Minenfeld. Reeder, EU und kriegsführende Imperialisten tragen die kriminelle Verantwortung dafür, dass Schiffe seit nunmehr 3 Wochen in der Hölle des Krieges festsitzen, damit die Reeder weiter riesige Gewinne einstreichen können. Die Zahl der Verletzten und getöteten Seeleute steigt täglich!
Wir sagen nein zur Kriegswirtschaft und Verwandlung der Häfen in militärische Drehkreuze – überall! Hafenarbeiter arbeiten für die Versorgung, Logistik und den Transport der Menschen mit Lebensmittel, Rohstoffen und Industriegüter – nicht für Kriegsmaschinerie!
WIR SAGEN JA zur Verstärkung des Kampfes für bessere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, wirksame Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen, Renten die zum würdevollen Leben reichen – aber auch Arbeiterrechte wie dem Streikrecht, dem Recht uns zusammenzuschließen!
Wir brauchen in unseren Gewerkschaften eine tiefgehende Diskussion darüber diesen Kriegskurs abzulehnen und zu bekämpfen. (Basis) Gewerkschaften wie USB und SI Cobas in Italien, die PENEN in Griechenland, Maurizio Landini, der Vorsitzender der Gewerkschaft CGIL verlangen:
Sofortiger Waffenstillstand!
Einhaltung des Völkerrechts und Stopp des Kriegs!
Und wir ergänzen dies :
Sofortiger Abzug aller Seeleute von der Straße von Hormus.
Sofortige Einrichtung eine Sperrzone für die Handelsschiffe.
Wir bekunden unsere Solidarität mit allen Völkern, die Opfer imperialistischer Aggressionen sind. Der 6. Februar als gemeinsamer Kampftag der Hafenarbeiter und Seeleute „Nein zum Krieg“ war ein guter Anfang in mindestens fünf Ländern und 21 Häfen. Jetzt brauchen wir einen neuen Kampftag für den Weltfrieden.
Text als Download, Presseerklärung
Hier die Übersetzungen:
Englisch: Presseerklärung, Text des Aufrufs
Griechisch: Presseerklärung, Text des Aufrufs
Italienisch: Presseerklärung, Text des Aufrufs
Der internationale Hafenarbeiter Erfahrungsaustausch – IHAE – arbeitet seit 2008. Wir informieren und organisieren die Solidarität mit Streiks und Protesten der Hafenarbeiter und Seeleute überall auf der Welt. Wir stärken unsere Gewerkschaften für den Kampf, bringen unsere Erfahrungen ein und arbeiten respektvoll und auf Augenhöhe zusammen. Wir organisierten Besuche bei Hafenarbeitern und Seeleuten in Europa. Unser Ziel ist einen Beitrag für die Koordinierung der Kämpfe der Hafenarbeiter, Seeleute und Werftarbeiter zu leisten. Wir haben eine gemeinsame Koordinierungsgruppe mit festen Verbindungen in die Häfen in den Niederlande (Rotterdam), Italien (Neapel), Deutschland (Hamburg, Rostock, Bremerhaven), Griechenland (Piräus).Wir arbeiten nach demokratische Regeln. Neue Themen wie der Kampf für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, der Kampf gegen Militarisierung, Faschismus und räuberische, imperialistische Kriege haben wir in unsere Agenda aufgenommen.

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