4.9.2026 Tarifkampf der Seehäfen in Deutschland verbindet sich mit dem Streik der Hafenarbeiter in den Niederlanden

Aktuelle Ausgabe der Kollegenzeitung in den Niederlanden – De Volle Lading

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Solidaritätserklärung von PENEN mit Kampf Niederlande

02.09.2026

PENEN Vorstand

Solidarität mit dem Streik und den Forderungen der Beschäftigten in den niederländischen Häfen

Die PENEN und ihre Tausenden von Mitgliedern bekunden ihre uneingeschränkte Solidarität mit dem Kampf der niederländischen Hafenarbeiter, die am 4. September 2026 in den Streik treten.

Ebenso gilt unsere Solidarität den Beschäftigten im Baugewerbe sowie im öffentlichen Nahverkehr in den kommenden Tagen.

Die Beschäftigten kämpfen für die vollständige Rücknahme der Regierungspläne zur Abschaffung der Arbeitslosen- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Anhebung der Altersgrenzen für den Ruhestand, die weitere Schwächung des öffentlichen Gesundheitssystems sowie die Erhöhung der Eigenbeteiligung der Versicherten an den Kosten ihrer Krankenversicherung.

Es handelt sich um Maßnahmen, die europaweit versucht werden und die zu einer Untergrabung der Arbeitnehmerrechte führen.

Sie sind Teil einer volksfeindlichen Politik, die die Lasten des ausbeuterischen Systems auf das Volk und die aus dem Arbeitsleben Ausgeschiedenen abwälzt; sie sind Teil derselben arbeitnehmerfeindlichen Politik, die den Lebensstandard der Völker kontinuierlich senkt und gleichzeitig die Gewinne der Unternehmen und Kapitalisten steigert.

Die Sparpolitik und die ständigen Kürzungen bei den Sozialausgaben finden in einer Zeit statt, in der die Regierungen Europas Milliarden Euro für militärische Ausrüstung und imperialistische Rüstungswettläufe ausgeben.

Wir begrüßen den Kampf der Arbeitnehmer*innen in den Niederlanden.

Wir stehen an ihrer Seite und sind der Überzeugung, dass organisierte, koordinierte und massenhafte Arbeiterkämpfe der einzige Weg sind, um den Angriff, dem sie ausgesetzt sind, erfolgreich abzuwehren und ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen.

Die Geschäftsführung

Das Dokument im Original

Solidaritätserklärung von De Volle Lading mit dem Kampf der Hafenarbeiter in den deutschen Nordseeh

Rotterdam 3.9.2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir begrüßen euer Streik am 2. 3. und 4. September! Am 4. September streiken auch die niederländischen Hafenarbeitern. Der Streik richtet sich hier gegen den Abbau sozialer Errungenschaften wie des Arbeitslosengeldes und des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, das Leistungen für Erwerbsunfähige regelt. Die niederländische Regierung will auf diese Weise 6,5 Milliarden Euro einsparen und diesen Betrag für „Verteidigung“, sprich Kriegsvorbereitungen, ausgeben – und die Kassen der großen Kapitalisten aus zu füllen.

Dies ist eine Entwicklung in der gesamten kapitalistischen Welt. Deshalb ist es gut, gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und damit auch gegen den Krieg zu kämpfen.

ECT, das größte Containerumschlagskonzern in Rotterdam, hat im August seinen Jahresbericht veröffentlicht. Dies zeigte, dass die Belegschaft auf 1887 reduziert wurde. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 8,5 Prozent auf 714 Millionen. Diese Eskalation kapitalistischer Ausbeutung ist allgegenwärtig. Deshalb ist es gut, dass wir gemeinsam kämpfen – nicht nur für einen guten Tarifvertrag, sondern auch für eine Welt ohne erbitterten Wettbewerb und Kriege.

Euer Kampf ist unser Kampf, internationale Solidarität!

Sie haben es bereits gezeigt: Ohne Kampf kein Fortschritt! De Volle Lading aus Rotterdam wünscht Ihnen viel Erfolg in unsere gemeinsame Kampf in allen Nordseehäfen.

Für ‚De Volle Lading‘- Gruppe

Wim van Wijk

www.vollelading.nl

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Solidaritätsbotschaften aus Hamburg (vom ver.di Hafenarbeiterstreik 3./4.9.26) an die streikenden Kolleginnen und Kollegen in den Niederlanden

Am Freitag legen Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter in den Niederlanden ihre Arbeit nieder. Sie führen einen politischen Arbeitskampf gegen die geplanten sozialen Kürzungen der niederländischen Regierung.

Denn Angriffe auf die soziale Sicherheit treffen am Ende uns alle – Beschäftigte, Erwerbslose, Kranke und diejenigen, die nach einem langen Arbeitsleben auf einen verlässlichen Sozialstaat angewiesen sind. Deshalb stehen die Kolleginnen und Kollegen in den Häfen nicht nur für sich selbst ein, sondern setzen ein starkes Zeichen für die gesamte arbeitende Bevölkerung.

Gerade wir Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter wissen, dass unsere Interessen nicht an Landesgrenzen enden. Die Warenströme sind international, die Unternehmen sind internationale – und auch unsere Solidarität muss international sein..

Dieses Buch (es lag in Hamburg am 3. und 4.9.26 beim Streikposten aus) soll den streikenden Kolleginnen und Kollegen in den niederländischen Häfen zeigen: Ihr steht nicht allein. Schreibt ihnen ein paar Worte der Solidarität, der Kraft und der Unterstützung für ihren Streik.

Von Hafen zu Hafen:

Gemeinsam gegen Sozialabbau – unsere Solidarität kennt keine Grenzen!


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