Reports and Pictures from the ActionDay: Dockers don´t Work (your) War

Niederlande / Netherlands

30 oktober 2026 Internationale actiedag havenwerkers tegen oorlog

Tot de actiedag werd opgeroepen door bonden die gezamenlijk meer dan 100 havens wereldwijd vertegenwoordigden. Vooral in Frankrijk, Griekenland en Italië werd er in verschillende havens het werk neergelegd, onder andere in Fosse sur Mer (de grootste containerhaven van Frankrijk), Napels en Piraeus. In Piraeus was een hele volksbeweging op de been, met arbeiders uit allerlei andere bedrijfstakken, studenten en buurtbewoners. In Italië vonden ook in niet-havensteden grote demonstraties plaats. Bij bedrijven overal op de wereld werden poortacties gehouden: in Italië, de VS, India en ook in Rotterdam. Als arbeiders het initiatief nemen kan de beweging tegen imperialistische oorlogen werkelijk tot ontplooiing komen.

In Rotterdam werd het initiatief genomen door De Volle Lading – een bedrijfskrant voor en door havenarbeiders. Bij de Euromax Terminal werd een spandoek ontrold (‘Havenarbeiders werken niet voor oorlog’ en “Lonen omhoog, wapens neer’. Er werden pamfletten en stickers uitgedeeld. Er gingen veel duimen omhoog. De meeste havenarbeiders reageerden instemmend toen ze hoorden van de stakingen in Frankrijk, Griekenland en Italië. Er zijn grote zorgen over de oorlogshetze, werkers willen niet dat hun jongeren een oorlog wordt ingestuurd waarvan alleen de grote kapitalisten profiteren. En ze willen ook niet dat sociale voorzieningen en zorg worden gesloopt om dat te financieren.

Velen vroegen zich af waarom de vakbond in Rotterdam niet meedeed. FNV Havens heeft zich tot nu toe niet uitgesproken over de strijd tegen oorlog en heeft aan de wereldwijde actiedag geen bekendheid heeft gegeven. Het is aan de vakbondsleden zelf om daar verandering in te brengen. In het pamflet van De Volle Lading stond het zo: “De Nederlandse havenarbeiders kunnen niet achterblijven. Voor actie is altijd discussie en overtuigingswerk nodig – op de bedrijven en binnen de bonden.” Hoe eerder we daarmee beginnen, hoe beter.

30 October 2026: International Day of Action by Dockworkers Against War

The call for the day of action was made by trade unions representing more than 100 ports worldwide. Workers in various ports, including Fosse sur Mer (the largest container port in France), Naples and Piraeus, in particular in France, Greece and Italy, laid down their tools. In Piraeus, a whole popular movement was mobilised, with workers from other industries, students and local residents. In Italy, large demonstrations also took place in non-port cities. Poortacties werden gehouden bij bedrijven over de hele wereld, in Italië, de VS, India en ook in Rotterdam. When workers take the initiative, the movement against imperialist wars can truly flourish.
In Rotterdam, the initiative was taken by De Volle Lading, a company newspaper for and by dockworkers. At the Euromax Terminal, a banner was unfurled with the slogans “Dockworkers don’t work for war” and “Lives up, arms down”. Pamphlets and stickers were handed out. Many people gave the thumbs-up. Most dockworkers reacted positively when they heard about the strikes in France, Greece and Italy. There are major concerns about the war propaganda, workers do not want their young people to be sent to war, from which only the big capitalists would benefit. They also do not want social services and healthcare to be cut to finance it.
Many asked why the trade union in Rotterdam was not participating. FNV Havens has not yet spoken out against the war and has not publicised the worldwide day of action. It is up to the trade union members themselves to change this. The following was written in the De Volle Lading pamphlet: “Dutch dockworkers cannot afford to fall behind. Action always requires discussion and persuasion – within companies and within the unions.” The sooner we start, the better.

30. Oktober 2026: Internationaler Aktionstag der Hafenarbeiter gegen Krieg

Zu dem Aktionstag hatten Gewerkschaften aufgerufen, die gemeinsam mehr als 100 Häfen weltweit vertreten. In Frankrijk, Griekenland en Italië werd er in diverse havens het werk neergelegd, o. a. in Fos-sur-Mer (de grootste containerhaven van Frankrijk), Napels en Piraeus. In Piräus war eine ganze Volksbewegung auf den Beinen, mit Arbeitern aus verschiedenen anderen Branchen, Studenten und Anwohnern. In ganz Italien fanden auch in Nicht-Hafenstädten große Demonstrationen statt. Bei Unternehmen auf der ganzen Welt wurden Poortaktionen durchgeführt: in Italien, den USA, Indien und auch in Rotterdam. Die Bewegung gegen imperialistische Kriege kann sich entfalten. Das ist möglich, wenn Arbeiter den Mut haben.
In Rotterdam wird das Anliegen von De Volle Lading, einer Zeitschrift für und von Hafenarbeitern, aufgegriffen. Bei der Euromax-Terminal wurde ein Spruchband mit den Aufschriften „Havenarbeiders werken niet voor oorlogen“ (Hafenarbeiter arbeiten nicht für Kriege) und „Lonen omhoog, wapens neer“ (Löhne hoch, Waffen runter) kontrolliert. Es wurden Flugblätter und Aufkleber verteilt. Es gab viele Daumen nach oben. Die meisten Hafenarbeiter stimmten zu, als sie von den Streiks in Frankreich, Griechenland und Italien erfuhren. Die große Sorge gilt der Kriegshetze. Die Arbeiter lehnen es ab, dass ihre Kinder in einen Krieg geschickt werden, von dem nur die großen Kapitalisten profitieren. Und sie wollen auch nicht, dass soziale Einrichtungen und die Gesundheitsversorgung zerstört werden, um das zu finanzieren.
Viele fragten sich, warum die Gewerkschaft in Rotterdam nicht mitmachte. FNV Havens hat sich bisher nicht zur Kriegsgegnerschaft geäußert und die weltweite Aktionstag nicht bekannt gemacht. Es liegt an den Gewerkschaftsmitgliedern selbst, dort für Veränderungen zu sorgen. In dem Pamphlet von De Volle Lading stand: „Die niederländischen Hafenarbeiter können nicht zurückbleiben. Für Aktionen ist immer Diskussion und Überzeugungsarbeit nötig – in den Betrieben und innerhalb der Gewerkschaften.” Es ist ratsam, so früh wie möglich mit dem Thema zu beginnen.

Deutschland

Hamburg, Lagerhaus G

Auf Initiative von Beschäftigten des Hamburger Hafens gab es zu diesem Aktionstag erstmals eine Kundgebung der Gewerkschaft Ver.di im Hafen.

Der entsprechende Fachbereich hatte dazu aufgerufen, auch gegen interne Widerstände. Rund 100 beteiligten sich daran, aus mehreren Hafenbetrieben, aber auch von verschiedenen Organisationen und Bewegungen, der Palästinasolidarität und Friedensinitiativen. Die Redner repräsentierten das auch. Es gab Beiträge von Gewerkschaftern der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG), von Eurogate, sowie Solidaritätserklärungen von Vertrauenskörpern der Hamburger Hochbahn, Lufthansa Technik und von VW Kassel. Als Organisationen, die diese Kundgebung unterstützten und mit trugen, sprachen auch ein Vertreter des Internationalen Hafenarbeiter Erfahrungsaustausch und der hafenpolitische Sprecher der MLPD.

Was alle einte, war die Ablehnung der Militarisierung, von Waffentransporten für imperialistische Kriege und besonders die Verbundenheit mit den weltweiten Protesten und Streiks an diesem weltumspannenden Aktionstag. Weitergehende Fragen kamen auch zur Sprache, etwa nach einem echten Streikrecht, dem Zusammenhang von Aufrüstung und den Angriffen durch Monopole und Staat, sowie einer sozialistischen Perspektive.

Hamburg, Containerterminal Hamburg – Eurogate (CTH), Waltershof

Auf Anregung des Hafenarbeitererfahrungsaustauschs zogen noch rund 30 Personen weiter, zu einer Kundgebung vor Eurogate zum Schichtwechsel. Die Docker wurden hier mit Transparenten, Musik, Ansprachen und dem Aufruf zum Aktionstag informiert. Eine Aktion, an der Schüler, Studenten und (Hafen-) Arbeiter gemeinsam aktiv wurden und sich näher kennen lernten.

Lübeck

Rostock/Deutschland

MLPD und REBELL Rostock berichten: Viel Zustimmung und positive Reaktionen erhielten wir heute im Rostocker Überseehafen. Mit dem großen Transparent „Hafenarbeiter arbeiten nicht für euren Krieg! Keine NATO-Häfen!“ erreichten wir viel Aufmerksamkeit und jeder merkte gleich, dass heute ein besonderer Tag ist: „An 100 Häfen weltweit sind heute Kämpfe und Aktionen gegen die Militarisierung“, machten wir den Hafenarbeiteraktionstag bekannt und verteilten den Aufruf dazu. Mehrere fragten und fotografierten das Transparent. In den Gesprächen, mehr als sonst, kam die große Besorgnis der Kollegen über die wachsende Kriegsgefahr zum Ausdruck. Wenn wir Hafenarbeiter uns weltweit zusammenschließen, sind wir die überlegene Macht und können den Spieß umdrehen. Doch dazu müssen wir uns viel stärker organisieren.

Griechenland

Die Hauptdemonstration des Hafenarbeiteraktionstags in Griechenland gestern fand in Piräus statt, dem großen Hafen nahe Athen. Von hier fahren die Personen- und Frachtfähren auf die Inseln, nach Italien und weiter weg. In Perama nahe Piräus ist der Containerhafen. Hier hat auch der chinesische Konzern Cosco seine Piers.

Mit Transparenten, Fahnen der Gewerkschaften und Slogans verbreiteten die Streikenden und Demonstranten die Botschaft: „Wir arbeiten nicht für den Krieg – Häfen der Völker und des Friedens, keine Stützpunkte der Imperialisten. Ein Riesenstrom von Hafenarbeitern, Schülern und Schülerinnen, Studierenden und Menschen aus Athen und Piräus marschierten über die Allee Iroon Polytechniou und durchquerten die Stadt Piräus.

An der Spitze das große Transparent mit der Parole „5 Kontinente – über 100 Häfen der Völker und des Friedens – Keine Stützpunkte der Imperialisten – Keine Opfer für ihre Profite“. Es folgten Blöcke von Gewerkschaften der Hafenarbeitern, PENEN, PEMEN und Peterson, und zahlreiche weitere Gewerkschaften, Organisationen und Parteien. Hafenarbeiter aus Italien und Frankreich sandten Streikgrüße nach Piräus In sieben Häfen des Landes blieben die Schiffe einen ganzen Tag lang vor Anker – in Piräus, Rafina, Lavrio, Patras, Igoumenitsa, Elefsina und Rio-Antirrio.

Die Gewerkschaft PENEN berichtet, dass sie eine sehr intensive Vorbereitung für diesen Streik hatten. Es fanden unzählige Besprechungen mit den Seeleuten auf den Schiffen und in den Häfen statt. Die Seeleute in der Hochseeschifffahrt stehen gegen ihren Willen an vorderster Front der kriegerischen Auseinandersetzungen, weil dies von den profitgierigen Reedern so beschlossen wird. Sie werden zu Opfern der militärischen und wirtschaftlichen Rivalitäten der imperialistischen Mächte.

Kunstwerke von Bildern aus Grundschulen und Kindergärten wurden von den Kindern ganz stolz auf der Demo getragen. Ihre Solidarität und die Arbeit mit den Bildern war gestern der beste Unterrichtstag seit Schulbeginn dieses Jahr. Die Solidarität war enorm. Der Verband der festangestellten Hafenarbeiter Griechenlands hat sich dem Streik angeschlossen und streikte drei Stunden. Das Gewerkschaftszentrum von Piräus hat einen 24-stündigen Streik ausgerufen. In mehreren Städten in Griechenland fanden Kundgebungen statt.

Der Bahn- und S-Bahn-Verkehr wurde lahmgelegt. Die Gewerkschaft des Eisenbahnverbandes POS und des Zugpersonals führten einen 24-Stunden-Streik durch. Die Beteiligung war so hoch, dass dass nichts mehr fuhr in Piräus und Athen.

Auf dem Kundgebungsplatz vor dem Stadttheater von Piräus wurden die Streikenden mit dem Lied „Ein vereintes Volk wird niemals besiegt“. Das war erschütternd für alle Herzen. Das hat zu gemeinsamen Tänzen und herzlichen Umarmungen geführt.

Die Beschäftigten des Flughafens „El Venizelos“ haben ebenfalls eine Solidaritätsaktion im Rahmen des weltweiten Streiks der Hafenarbeiter durchgeführt. Mit Transparenten und unter dem Skandieren von Parolen erklärten sie, dass Häfen und Flughäfen keine Kriegsstützpunkte und Ziele für kriegerische Vergeltungsmaßnahmen sein dürfen.

Im Hafen von Thessaloniki hat der Streik den kompletten Verkehr lahmgelegt. Über 200 Container standen still. Man muss noch erwähnen, dass der Gewerkschaftsdachverband GEES den Aktionstag abgelehnt hat. Auf allen Häfen und Demonstrationen wurden sie ausgebuht. Die streikenden Arbeiter verurteilten die Haltung, dass sie sich nicht in den Kampf gegen die imperialistischen Kriege einreihten.


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