Aktuelle Erklärungen gegen den Krieg und Soli Seeleute

Koordinierungsgruppe des internationalen Hafenarbeiter Erfahrungsaustauschs
Rotterdam/Hamburg, Juli/2026

Hafenarbeiter organisieren Widerstand gegen Sozialabbau und Kriegswirtschaft!

Am 18./19.05. fand das 3. Treffen von Hafenarbeitergewerkschaften in Istanbul statt. Sie wertete aus: „Die historische Mobilisierung vom 6. Februar hat den Weg gewiesen – die nächste wird einen Schritt weiter führen! Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg! Häfen für die Völker und den Frieden“– keine Stützpunkte für imperialistische Kriege!

Derzeit weiten sich imperialistische Kriege weiter aus. Die Weltordnung gerät aus den Fugen und fast alle imperialistischen Länder beteiligen sich direkt oder indirekt an Kriegshandlungen verwickelt. Israel, USA, die Nato, Russland und China verschärfen diese Konflikte. Faschismus und Krieg sind siamesische Zwillinge. In zahlreichen Ländern werden demokratische Rechte und Freiheiten abgebaut. Radikale Sparprogramme zu Kosten der Militärausgaben stellen die Sozialen Fragen der Massen erheblich infrage. Diese Kriege werden nicht im Interesse der Völker, sondern allein für Profit und Macht streben geführt. Die Herrschenden wollen, dass wir diese Kriege akzeptieren. Doch wir wissen alle, wir tragen am Ende die Lasten des Krieges, leiden unter der Inflation. Aber immer mehr wächst der Widerstand. 2026 beteiligten sich weltweit von Januar bis März mindestens 358 Millionen an Arbeiter- und Volkskämpfen, davon 344 Millionen an Arbeiterkämpfen und Streiks. Der 6. Februar war ein bedeutender Schritt der Hafenarbeiter, zur Höherentwicklung und Koordinierung der Kämpfe gegen die Kriegstreiber. Diese Koordinierung gilt es auszubauen. Wir unterstützen den Beschluss für Oktober 2026 zu einem zweiten internationalen Kampftag der Hafenarbeiter aufzurufen. Und rufen dazu auf, ihn jetzt schon aktiv vorzubereiten. 

Wir unterstützen die Forderungen der Erklärung GEMEINSAME ERKLÄRUNG des 3. Internationalen Treffens der Hafenarbeitergewerkschaften:

  1. Ein sofortiges Ende des Völkermords am palästinensischen Volk und die Öffnung eines sicheren Korridors für humanitäre Hilfe. (..)
  2. Ein Ende des Krieges im Nahen Osten. Keine Unterstützung, keine Ermöglichung und keine Beteiligung am US-israelischen Krieg gegen den Iran, den Libanon oder irgendeine andere imperialistische Intervention. (…)
  3. Häfen dürfen nicht für den Transport von Waffen, Munition, militärischer Ausrüstung und Truppen genutzt werden. Wir rufen die Gewerkschaften dazu auf, wachsam zu sein, die Arbeiter zu informieren, Kriegsladungen offenzulegen und einen massenhaften, kollektiven Widerstand mit allen uns rechtmäßig zur Verfügung stehenden Mitteln und durch unseren Kampf zu organisieren. 
  4. Ein Ende der Militarisierung von Häfen und kritischer Infrastruktur. Häfen gehören den Völkern und den Arbeitern. (..)
  5. Nein zur Kriegswirtschaft und Aufrüstung. Die Gelder müssen in Löhne, Tarifverträge, Gesundheit, Bildung, soziale Belange sowie in den Schutz von Leben und Sicherheit am Arbeitsplatz fließen. 
  6. Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen an den Arbeitsplätzen. Kein Arbeiter darf für Profite sterben. Ein Ende der Arbeitsverdichtung, der Vergabe von Aufträgen an Subunternehmer, gefährlicher Arbeitsbedingungen und der Willkür der Arbeitgeber.
  7. Tarifverträge mit Reallohnerhöhungen, sicheren Arbeitsplätzen und Arbeitnehmerrechten, einer Rentenpolitik mit besseren Renten sowie einer Verkürzung der Arbeitszeit. Technologische Entwicklungen, Mechanisierung, Automatisierung, der Einsatz von KI und der Ausbau von Häfen müssen den Bedürfnissen der Arbeiter dienen. (…)

Hoch die Internationale Solidarität! Vorwärts zur international Arbeitereinheit! Kampf gegen Faschismus und Krieg!

Bericht von PENEN

02.07.2026.1

Aktuelle Info von PENEN

PENEN

Wir halten uns nicht an Gerichtsurteile, die unsere Kämpfe und unsere berechtigten Forderungen untergraben!

Auf Anweisung der Reeder wurde der Streik der PENEN für rechtswidrig erklärt.

Was heute vor dem erstinstanzlichen Gericht von Piräus (Abteilung für einstweilige Verfügungen) geschah, übertrifft alle bisherigen Präzedenzfälle in der Rechtsgeschichte unseres Landes.

Derselbe Richter, der um 14:30 Uhr den Antrag auf eine einstweilige Verfügung des Reederverbands „Vereinigung der Schnellboot- und Kreuzfahrtreeder“ abgelehnt hatte, zeigte wenig später eine unglaubliche Eile, die Verhandlung über die einstweiligen Verfügungen bereits nach 2,5 Stunden anzusetzen, etwas, das die Reeder selbst nicht getan hatten!

Diese Tatsache in Verbindung mit der Entscheidung, die der erstinstanzliche Richter schließlich fällte, indem er unseren Streik als rechtswidrig einstufte, beweist, dass der Reeder der Firma SEA JETS Recht hatte, der bereits drei Tage zuvor das Ergebnis der gerichtlichen Entscheidung vorweggenommen hatte!

Diese Ereignisse bestätigen zum wiederholten Mal unsere seit langem vertretene Position, dass die sogenannte unabhängige Ziviljustiz vollständig von den Reeder- und Unternehmensinteressen manipuliert wird, denen sie in jeder Hinsicht dient!

Die Antwort der PENEN auf diesen neuen Justizskandal und auf das betreffende Unternehmen lautet wie folgt!

Wir werden weder den Drohungen der Reeder noch den manipulierten Gerichtsurteilen nachgeben oder uns ihnen beugen.

Der Streik der PENEN wird gegen alle Widerstände stattfinden und erfolgreich sein!

Die Kriminalisierung der Kämpfe wird nicht durchgehen!

Der Kampfgeist, der Wille und das Recht der Seeleute werden auch dieses Mal siegen!

Die Geschäftsführung


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.